Rezensionen
zu "faszination
gitarre"

CD faszination gitarre, 2004

6)

CrossOver - Netzwerk f. Jugendkultur, 21.03.2005
www.crossover-agm.de

Okay, ich gebs ja zu: Etwas zurückhaltend bin ich an diese CD schon herangegangen. Eine CD, angefüllt mit reiner Gitarrenmusik, so ganz ohne stimmliche Unterstützung, findet schließlich nicht jeden Tag den Weg in meine hauseigene PA-Anlage (ich weiß ja nicht, ob Instrumentals von Seventh Avenue oder HammerFall hier zählen). Schlussendlich wars aber gar nicht schlimm, eher im Gegenteil. So muss ich schon mal eine eingangs aufgestellte These wieder revidieren: Auch wenn die Gitarre das prägende Instrument auf diesem Silberling ist (logisch bei dem Titel), so bekommt sie noch Unterstützung von Klarinette/Saxophon, Bass und Drums/Percussion. Herrn Hucks selbst kann man wohl mit Fug und Recht zur absoluten Gitarrenheldenelite zählen, der schon seit über 20 Jahren als Konzertgitarrist, Musikpädagoge und Studiomusiker international unterwegs ist. Man merkt den Kompositionen förmlich an, wie viel Herzblut darin steckt. In Vorbereitung auf dieses Review ist mir dann noch aufgefallen, dass die CD auf zweierlei Art und Weise funktioniert. Da wäre zum einen das reine Nebenbeihören, also CD-Schacht füttern und mit Hintergrundmusik berieseln lassen. Funktioniert! Zum anderen besteht "Faszination Gitarre" aber auch den Kopfhörertest, die akustische Gitarre kommt dermaßen detailverliebt und auf hohem künstlerischem Niveau daher, dass man sich auch näher damit beschäftigen kann. Das dürfte gerade für viele Gitarristen interessant sein, die sich an den Arrangements gern ein bisschen die Zähne ausbeißen dürfen. Diese Fraktion dürfte wohl auch die Hauptzielgruppe dieses Machwerks sein, wobei ich natürlich auch sonst niemandem das Interesse an anspruchsvoller Gitarrenmusik absprechen möchte. Von den elf Titeln, die hier vertreten sind, sind sechs von Herrn Hucks selbst geschrieben, während die restlichen fünf Bearbeitungen bekannter Themen sind. Beides hat seinen Reiz, bei mir hat allerdings die Bearbeitung des Kirchenliedes "So nimm denn meine Hände" den meisten Eindruck hinterlassen. Sehr bewegend und gefühlvoll das Ganze. Obwohl ich ehrlicherweise zugeben muss, dass die CD wohl nicht allzu oft bei mir laufen wird, komme ich nicht umhin, hier von einem absolut gelungenem und auf hohem künstlerischem Niveau angesiedeltem Werk zu sprechen, das hoffentlich seine Käufer finden wird. Alle, die auf akustische Gitarren, schöne Melodien und anspruchsvolle Musik im allgemeinen gut können, sollten "Faszination Gitarre" ruhig anchecken.

Mario Stark

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5)

"Durchblick & Dienst", Ausgabe Oktober / November 2004

"Wunderschön spielt Werner Hucks auf dieser CD Instrumentalstücke mit verschiedenen akustischen Gitarren. Es sind zum großen Teil Eigenkompositionen, mal im klassischen, mal im jazzigen Stil. Höhepunkte bilden für mich die vier geistlichen Lieder im Schlußteil der CD: "So nimm denn meine Hände"; "Jesu, meine Freude"; "O Haupt voll Blut und Wunden" und "Jesu bleibet meine Freude".

Zu jedem Titel schreibt Werner Hucks eine kurze Einführung, in der er Entstehung oder Hintergrund des Stückes erklärt. Bei "Jesu bleibet meine Freude" heißt es: "Es ist schon lange mein Wunsch, alle Stimmen einer Bach-Kantate mit verschiedenen Gitarren einzuspielen. Für diesen Titel habe ich eine Oktavgitarre dazugeholt und die übrigen Stimmen eine nach der anderen eingespielt, so dass insgesamt zehn Gitarrenstimmen entstanden sind."

Begleitet werden die Gitarren sehr dezent von Helmut Jost am Bass und mit Akkordeon, von Wolf Codera mit Klarinette oder Saxophon und von Ralf Gustke mit Drums/Percussion.

Eine hörenswerte CD, deren Musik entspannend wirkt und innerlich zur Ruhe kommen läßt. Es ist Musik, die einem einfach gut tut."

Thomas Eger

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4)

sound7.de, 22.06.2004
www.sound7.de

Werner Hucks meldet sich zurück. Innerhalb der instrumentalen »Faszination«-Serie von Gerth Medien veröffentlicht er ein neues Instrumental-Album. Mit viel Liebe und Gefühl entstanden elf Arrangements zu neuen Liedern.

War Werner Hucks die vergangenen Jahre sehr viel in Sachen Musical unterwegs (»Les Misérables« und »Elisabeth«), kehrt er nun zurück, zu den etwas ruhigeren und authentischen Klängen in Kleinbesetzung.

Musikalisch unterstützt wird er von Wolf Codera (Klarinette, Saxophon), Helmut Jost (Bass) und Ralf Gustke (Drums, Percussion). Deren Instrumente spielen zwar eine eher etwas untergeordnete Rolle, verschwinden aber beim beten Willen nicht in der Versenkung. Vielmehr geben sie den Gitarrenklängen von Werner Hucks das »gewisse Etwas«.

Die elf Lieder sind ausnahmslos mit Akustik-Gitarre eingespielt. Dazu Werner Hucks: »Meine große Liebe ist die klassische Gitarre (sprich Nylonsaiten). Ich liebe diesen leicht romantisch, melancholischen Klang der tatsächlich zu einem enorm breiten stilistischem Spektrum passt.«

Besser kann man nicht beschreiben, was sich auf »Faszination Gitarre« wiederfindet, denn das stilistische Spektrum ist in der Tat recht breit: Klassik, Pop und Folklore wechseln sich ab und sorgen für jede Menge Überraschungsmomente. Dabei hört man einen Mix aus Choralbearbeitungen, klassischen Stücken sowie Eigenkompositionen.

David Brunner

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3)

Siegener Zeitung, 24.04.04

Musik, die die Seele streichelt
Werner Hucks präsentiert die "Faszination Gitarre"

Zwei Herzen schlagen, ach, in des Gitarristen Brust, könnte man nach dem Hörgenuss von Werner Hucks´neuem Album "Faszination Gitarre" (Gerth Music) meinen. Im ersten, umfangreicheren Teil des Silberlings bietet der Siegener Gitarrist sechs Eigenkompositionen, die sich, ganz leicht dahingleitend, mit ihrem oft karibisch oder südländisch angehauchtem Charme in die Gehörgänge schmeicheln. Vier dieser Stücke widmete Hucks fernen Eilanden - die "Inselsongs" nennt er sie im Booklet. "Grenada", "Mystique", "Giglio" und "Martinique" heißen die musikalischen Kleinode, die auch demjenigen, der noch nie eine dieser Inseln sah, imaginäre Bilder blauer Lagunen und frischer Meeresbrisen vors innere Auge zaubern. Ein Quartett Hucks´scher Choralbearbeitungen schließt den Silberling ab. Hinlänglich bekannte Melodien wie Silchers "So nimm denn meine Hände", Crügers "Jesu meine Freude" und Hasslers "O Haupt voll Blut und Wunden" gewinnt Hucks - mitunter durch rhytmische Intensivierung - ganz eigene Aspekte ab und macht sie dadurch wieder neu interessant. Bachs berühmtes "Jesu meine Freude/Wohl mir, dass ich Jesum habe" aus der Kantate BWV 147, transkribierte Hucks und spielte es auf zehn Gitarrenspuren ein. Ein gelungenes Experiment. Den Übergang zwischen beiden Teilen der CD markiert Erik Saties "Gymnopedi Nr. 1", das den Hörer in soft-jazzige Gefilde entführt.

"Faszination Gitarre" bietet Musik der leisen Töne, der entspannten Rhytmen, der warmen Klangfarben, Musik, die die Seele streichelt. Hucks, ohnehin kein Vielspieler, konzentriert sich auf die Melodie und die ausgefeilte Artikulation seines Gitarrenspiels. Dabei kann er es sich auf dem sanften, zurückhaltenden und sehr gewschmackvoll ausgebreiteten Soundteppich von Ralf Gustke (Schlagzeug) und Helmut Jost (Bass/Produktion) so richtig gemütlich machen. Schade nur, dass sich Hucks hier und da weniger auf die Faszination seiner Gitarre verläßt, als auf die des Sopransaxofons/ der Klarinette von Wolf Codera. Dessen Beiträge bringen zwar klangliche Abwechslung, klingen aber zuweilen ein bischen verspielt und verpassen der CD ein paar Momente unnötiger und nicht so recht passen wollender  "Betriebsamkeit". In diesen Fällen hätte uns ebenfalls die Gitarre faszinieren sollen.

Alex Weiß

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2)

Westfälische Rundschau Siegen, 13.04.2004

Ein Meister des entspannten Spiels

Wenn es die Kategorie "Sonntag-Morgen-Gute-Laune-Musik" gäbe, wäre die neue CD-Produktion von Werner Hucks genau da zu platzieren. Da es sie nicht gibt, muss man sich bei der Einordnung behelfen: Zwischen Klassik und Folklore, Weltmusik, mildem Jazz und Entspannungsmusik hat sich dieser Siegener Gitarrist/Komponist angesiedelt.

"Faszination Gitarre" nennt der aus Rheinhausen Stammende seine achte Produktion. Die letzte Solo-Platte liegt sieben Jahre zurück; diese neue erscheint beim Wetzlarer Verlag Gerth-Music. Sie knüpft nahtlos an das Easy-Listening-Konzept der Vorläufer-Produktionen an. Sechs der elf aktuellen Titel stammen aus der Feder des 42-Jährigen: sanfte Klänge ohne Kanten, oft unterlegt mit behutsam federnden Rhythmen. Auf der neuen Platte ist auch ein Zyklus zu hören, der Impressionen von den Inseln Grenada, Mystique, Martinique und Giglio aufgreift. Wolfgang Codera steuert starke Klarinetten- und Saxophon-Klänge bei. Der E-Bassist (und Produzent) Helmut Jost greift zwischendurch auch mal zum Akkordeon, und Ralf Gustke ist als Schlagzeuger und effektvoller Percussionist dezent im Hintergrund platziert.

Der Solist selbst nutzt seine gitarristischen Fähigkeiten handwerklich: Virtuosität interessiert ihn nur, wenn sie die Stimmung eines Stücks weiterbringt. Hucks hat auch nach über 20 Musiker-Jahren immer noch ein grenzenloses Vertrauen in den Klang seiner Instrumente, das macht sein Spiel wunderbar entspannt. Wenn er einen Crüger- oder Bach-Choral intoniert, dann scheint er den Tönen und ihrem Gehalt regelrecht nachzusinnen. "Laid back" nennt man diese Haltung im Jazz; sie bezeichnet die Qualität, der Musik ihren Raum zu geben.

Enormes Gespür für exzellente Melodien

Hucks wichtigste Qualität aber ist sein Gespür für wunderbare Melodien, egal ob in der Repertoire-Auswahl oder als Komponist. Er schreibt Ohrenschmeichler, Seelenmusik, bei welcher der Hörer das Gefühl hat, selbst nie Gehörtes sofort mitsummen zu können (und zu wollen). Wenn jemand einfühlsame Texte zu diesen Melodien verfassen würde, dann könnten anspruchsvolle Pop-Songs daraus werden. Wie in seinen Konzerten gibt der Gitarrist dem Hörer im CD-Heft kurze, persönlich gehaltene Anmerkungen zu jeden Titel. Übrigens: Im Einführungstext wird Hucks als "schalkhafter Gitarrenvirtuose" bezeichnet. Wer diesen Unsinn verzapft hat, wird allerdings gnädig verschwiegen.

Ein Purist ist dieser Musiker ganz und gar nicht; in "Jesu meine Freude" webt er Chor-Passagen eines korsischen Karfreitagsliedes ein; den Satie-Klassiker "Gymnopdei Nr. 1" geht er im Stil eines Jazz-Trios an. Dass ihm bei allen Broterwerb-Musikerjobs die pure Freude an Musikmachen nicht abhanden gekommen ist, belegen die 42 Minuten von "Faszination Gitarre" eindrucksvoll und ansteckend.

Jan Vering

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1)

treffpunkt-fuer-christen.de, 10.03.2004
www.treffpunkt-fuer-christen.de

Der Siegener Gitarrenvirtuose Werner Hucks hat zusammen mit Wolf Codera (Klarinette/Saxophon), Helmut Jost (Bass) und Ralf Gustke (Drums/Percussion) unter der Leitung von Helmut Jost (Produzent) eine CD der Spitzenklasse produziert. Dabei ist eine beachtliche CD im jazzigen Stil herausgekommen.

Sechs der elf Titel stammen aus eigener Feder, zwei aus dem Bereich Klassik und die restlichen vier Titel (“So nimm denn meine Hände”, “Jesu meine Freude”, “O Haupt voll Blut und Wunden” und “Jesu bleibet meine Freude/Wohl mir, dass ich Jesum habe) aus dem Bereich Kirchenchoralmusik.

Bei den Titeln “Mystique”, “Giglio”, “Martinique” und “Jesu bleibet meine Freude/Wohl mir, dass ich Jesum habe” brilliert Wolf Codera mit Saxophon bzw. Klarinette.

Fazit: Eine außergewöhnliche Instrumental-CD eines außergewöhnlichen Musikers, die leider nur eine Spieldauer von knapp 42 Minuten hat, was zur Folge hat, dass ich diese CD um eine Schulnote abwerten werde.

Meine Bewertung: Deshalb nur Schulnote 2.

Arno Gabriel

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